
Der Vogel Strauß
Auf meiner damaligen Farm lebten afrikanische Strauße. Sie sind die größten Vögel auf der Welt. Ursprünglich leben sie in offener, trockener Landschaft mit sandigem oder felsigem Untergrund. Aber auch im Oberpfälzer Jura fühlen sie sich wohl. Sie lebten bei mir auf Weiden mit extra gebauten Ställen. Fossile Funde von Ihnen sind auch in Mitteleuropa zu finden. Strauße sind hauptsächlich Pflanzenfresser. Meine Strauße haben auf ihren Weiden vor allem Luzerne gefunden und wurden mit Beifutter für den Nährstoffausgleich wie Gerste, Mais, Hafer, Weizen, Kartoffelprotein, Vitaminen und Kalzium gefüttert. Ich habe sehr viel Wert darauf gelegt, nur gentechnisch unveränderte und regionale Futtermittel zu verwenden. Um die Nahrung im Magen zu zerkleinern fressen sie zusätzlich Steine.
Wusstest du, dass der Strauß der schnellste Vogel der Welt ist? Mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 72 km/h überholt er sogar viele Säugetiere. Seine kräftigen Beine und die zwei Zehen an jedem Fuß machen ihn zu einem wahren Meisterläufer. Mit einem einzigen Sprung überwindet er mühelos mehrere Meter. Aber nicht nur seine Geschwindigkeit ist beeindruckend: Strauße sind auch sehr stark und können mit ihren kräftigen Beinen gefährliche Tritte austeilen, um sich vor Feinden zu schützen.
Gesellige Riesen der Savanne
Strauße sind nicht nur Einzelgänger, sondern leben gerne in Gruppen. Diese können von wenigen Tieren bis zu mehreren Dutzend Individuen umfassen. In der Gruppe fühlen sie sich sicher und können sich gegenseitig vor Gefahren warnen. Sie sind sehr soziale Tiere und pflegen intensive Beziehungen innerhalb ihrer Gruppe.
Die größten Vogeleier der Welt
Straußeneier sind nicht nur riesig, sondern auch besonders nahrhaft. Sie sind deutlich größer als Hühnereier und haben ein kräftiges Dotter. In der Vergangenheit wurden Straußeneier als Delikatesse geschätzt und waren oft sehr teuer. Straußen bauen keine Nester im herkömmlichen Sinne. Stattdessen schaben sie in den sandigen Boden eine flache Mulde, die dann mit Pflanzenmaterial ausgelegt wird. Das Weibchen legt ihre großen Eier in dieses Nest, oft gemeinsam mit denen anderer Weibchen.
Brutpflege – eine Gemeinschaftsaufgabe
Sowohl das Hauptweibchen als auch der Hahn beteiligen sich an der Brut. Tagsüber übernimmt meist das Weibchen die Brutpflege, während der Hahn nachts Wache hält und das Nest vor Feinden schützt. Nach etwa 42 Tagen schlüpfen die kleinen Küken, die bereits gut entwickelt sind und kurz nach dem Schlüpfen laufen können. Somit sind sie Nestflüchter und laufen mit den Elterntieren mit.
Leicht und dennoch stabil
Straußenfedern sind seit Jahrhunderten begehrt und wurden für die Herstellung von Besen, Staubwedeln und Schmuck verwendet. Ihre Leichtigkeit und Stabilität machen sie zu einem einzigartigen Naturprodukt. Erfahre mehr über die Eigenschaften von Straußenfedern und ihre vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten.
Stecken Strauße wirklich ihren Kopf in den Sand?

Jeder kennt das Sprichwort „Den Kopf in den Sand stecken“. Aber wo kommt es her?
Den Kopf in den Sand stecken ist eine Redewendung und bedeutet so viel wie: Eine drohende Gefahr nicht sehen wollen, die Augen vor unangenehmen Realitäten verschließen oder bestimmte Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen oder eine bevorstehende körperliche oder geistige unangenehme Arbeit nicht sehen wollen, also glatt zu ignorieren.
Bereits im Altertum sagte man dem Vogel Strauß fälschlicherweise nach, dass er bei Gefahr seinen Kopf unter die Flügel oder in den Sand stecke, um so einer Gefahr zu entgehen. Dieses sich immer noch hartnäckig haltende Gerücht geht darauf zurück, dass, wenn Strauße in ihrer natürlichen Umgebung etwas vom Boden aufheben, ihr Kopf durch eine Luftspiegelung nicht zu sehen ist, gänzlich hinter dem niedrigen Gras verschwindet, oder dass sie sich in Gefahrensituationen flach auf ihr Nest legen, um es zu tarnen. Dieses sieht dann aus gewisser Entfernung so aus, als stecke der Strauß seinen Kopf in den Sand.
Quelle: Wikipedia